„Vergessen Sie's“, sagte Management-Guru Tom Peters und meinte unsere vergangen Erfolge. Sie verführen uns, vom bisherigen Ausgangspunkt zu denken mit der Folge: Stets versuchen wir von neuem, unser bestehendes Produktmodell noch weiter zu verbessern, anstatt wirklich neue Wege zu probieren. Wenn Sie das Internet nur als neue Trägerplattform für Ihre vertraute Mediengattung denken, werden Sie folglich diese nur auf die neue Plattform kopieren oder transformieren. Das Denken vom Ausgangspunkt verhindert, dass sie das Geschäftsmodell Verlegen NEU denken. Zeitungs-, Zeitschriften- und Buch-Verleger portieren Ihre vertraute Gattung ins Internet. Doch expand your brand ist noch kein Weg aus der engen Gedankenschlucht, sondern nur die cross-mediale Verlängerung der herkömmlichen Kategorie. Denken Sie das Internet jedoch als „das Ende der Entfernungen“, ist es leichter, das Denken innerhalb der herkömmlichen Mediengattungsmauern zu überwinden und neuartige verlegerische Kategorien zu finden. Sprechen wir darüber!
„Vergessen Sie's“, sagte Management-Guru Tom Peters und meinte unsere vergangen Erfolge. Sie verführen uns, vom bisherigen Ausgangspunkt zu denken mit der Folge: Stets versuchen wir von neuem, unser bestehendes Produktmodell noch weiter zu verbessern, anstatt wirklich neue Wege zu probieren.
Wenn Sie das Internet nur als neue Trägerplattform für Ihre vertraute Mediengattung denken, werden Sie folglich diese nur auf die neue Plattform kopieren, ohne das gesamte Mehrwertpotenzial zu erkennen und zu nutzen.
Das Denken vom Ausgangspunkt verhindert, dass sie das Geschäftsmodell Verlegen NEU denken. Zeitungs-, Zeitschriften- und Buch-Verleger portieren Ihre vertraute Gattung ins Internet. Doch expand your brand ist noch kein Weg aus der engen Gedankenschlucht, sondern nur die cross-mediale Verlängerung der herkömmlichen Kategorie.
Denken Sie das Internet jedoch als „das Ende der Entfernungen“, ist es leichter, das Denken innerhalb der herkömmlichen Mediengattungsmauern zu überwinden und neuartige verlegerische Nutzen-Kategorien zu finden.
Sprechen wir darüber!
Dem Riepl'schen Gesetz zufolge wurde noch kein altes Medium von einem Neuen abgelöst. Mag sein. Doch kein neues Medium hat sich in der Vergangenheit so schnell verbreitet, wie das Internet.
Schaut man genauer hin, erkennt man jedoch, dass der Medienwandel nach Branche und Alter der Kunden deutlich unterschiedlich verlaufen ist. Es gibt Märkte, in denen Print bereits vollständig durch das Internet ersetzt wurde und Märkte, in denen das Internet noch gänzlich fehlt.
Für die Mehrzahl der Märkte gilt in den nächsten Jahren das cross-mediale Paradigma. Die Verleger müssen die Informationswünsche der Kunden heute gleichzeitig in Print und im Internet erfüllen und diese mit zurückgehenden Umsatzerlösen finanzieren.
Dies geht nur mit radikalem Umdenken und Umbau der traditionellen verlegerischen Wertschöpfungskette. Skalieren, Verlinken und Vernetzen mit Hilfe strategischer Kooperationen sind die nachhaltigen Wegmarken zum Kunden von Morgen.
Digitalisierung und Internet verändern das Nutzungsprofil und die Arbeitsteilung aller Medien, nicht nur der neuen Medien, sondern ebenso der Print-Medien.
Es genügt nicht länger, traditionelle Medien und Medieninhalte nur auf die digitalen Trägerplattformen Internet oder Mobile zu kopieren oder um adaptierte Online-Fassungen zu ergänzen.
Künftig gilt: mit dem Verständnis der originären Mehrwerte aller Formate und Plattformen neuartige Werte für den Kunden zu schaffen.
Keine leichte Aufgabe, lehrt uns die Wahrnehmungs-Psychologie doch: Wie sehen nur, was wir bereits kennen.
Kernaufgabe jedes ernsthaften Innovations-Projektes ist deshalb: „Die Welt mit anderen Augen sehen.“
Die traditionellen Mediengattungen sind geprägt von den Grenzen der Print-Welt. Autoren, Redakteure und Lektoren sind über Ihre mediengattungs-spezifische Ausbildung trainiert, Inhalt und Form als Einheit zu denken. Doch im Internet gibt es keine Grenzen.
Verlegen als Vor-Auswahl des Wichtigen für definierte Zielgruppen ist nur ein Spezialfall der Print-Welt. Verlegen2.0 heißt: Access zu allem, was für mich als Individuum in diesem Augenblick relevant ist.
Das Internet bietet völlig neue Möglichkeiten Inhalte aufzubereiten, zu bündeln, zu verlinken, zugänglich zu machen und zu nutzen. Um diese sehen zu können, müssen wir uns von den traditionellen Produktvorstellungen lösen.
Verlinken Sie Ihre digitalen Inhalte über Produkt- und Verlags-Grenzen hinweg und Vernetzen sie die Inhalte mit den digitalen Kommunikations-, Transaktions- und Geschäfts-Prozessen der Kunden.
Willkommen zurück im Klondike-Tal der Goldsucher Alaskas:
Das Internet - eine Wildnis von Möglichkeiten. Zwischen den Produkten der traditionellen Mediengattungen, den ersten Adaptionen dieser im Internet und dem Long Tail des Web2.0 liegen noch viele unentdeckte verlegerische Möglichkeiten oder Gold Nuggets, um im Bild der Goldgräber Alaskas zu bleiben.
Um der Canyon-Falle der engen Gedankenschlucht zu entgehen, eignen sich fünf Denk-Bausteine:
- Granulierung und Paketbildung der Inhalte neu definieren,
losgelöst von bestehenden Produktformen - Vorauswahl und Aggregierung von Inhalten neu erfinden
- Verlinkung der Inhalte über Produkt- und Verlagsgrenzen
- Einbindung des Kunden in die inhaltliche Wertschöpfung
- Skalierung der Produkte und Inhaltsangebote durch
strategische Kooperationen
Inzwischen gibt es viele erfolgreiche Beispiele für neuartige verlegerische Ansätze. Sprechen wir darüber.
Die Internet-Plattform ist allen Print-Gattungen funktional überlegen. Die bloße digitale Kopie von Print kann deshalb die originären Mehrwerte von Online nicht einlösen. Und Print andererseits ist den digitalen Plattformen haptisch überlegen.
Die Zukunft von Print heißt daher: Reduce to the max.
Die Zukunft von Online heißt: Expand to the max.
Jahrhunderte lang waren die Printmedien die einzige Massen-Kommunikationsplattform. Morgen sind sie nur noch eine unter vielen. Kommunikationsmärkte, Transaktionsmärkte und Social Networks entwickeln sich im Internet in einer nicht gekannten Vielfalt und Reichweite und entziehen den traditionellen Medien auf Dauer strukturelle Marktanteile.
Gleichzeitig schreiten die Markt-Fragmentierung und die Individualisierung der Kundenansprüche immer weiter voran. Der verlegerische Maßanzug, die individuell und kontextuell passgenaue Information, ist in einzelnen Märkten bereits heute und Morgen in allen Märkten Basiserwartung.
Die künftige Refinanzierung verlegerischer Leistungen erfordert deshalb ein radikales Umdenken und Umgestalten der herkömmlichen Wertschöpfungskette. Die Skalierung der Prozesse und Produkte über die Verlagsgrenzen hinaus und die Fähigkeit schnell und effizient strategische Kooperationen zu bilden, werden unabdingbare Erfolgsfaktoren.
Der Kunde ist wie wir selbst. Auch wir ändern unsere Gewohnheiten nicht gerne. Gewohnheiten entlasten unheimlich stark, sie sind unsere Geheimwaffe zur Komplexitätsreduktion des Lebens.
Manchmal jedoch ändern wir unsere Gewohnheiten abrupt. Die Auslöser ähneln sich fast immer: Entweder war es ein Krisen-Ereignis oder ein Heureka-Erlebnis. Was lernen wir daraus?
Wenn Sie Leistungen verbessern, nimmt der Kunde dies erst dann wahr, wenn es für ihn persönlich relevant ist und der dadurch veränderte Nutzen für ihn signifikant höher ist. Beides ist subjektiv variabel. Entscheidend ist allein das Erleben des einzelnen Kunden.
Der Verleger von Morgen wird daher lernen müssen, Autoren und Kunden gleichermaßen in seine Wertschöpfung einzubinden. Verlegen als a-synchrone Kommunikation war nur ein Spezialfall der Print-Welt.
Verlag, Autor und Kunde müssen in der digitalen Welt von Morgen zu einer verlegerischen Einheit verschmelzen. Verlinkung, Vernetzung und Interaktion sind die Wegweiser zur Herstellung individueller Kundenrelevanz.